
Digitaler Produktpass
Produktdaten strategisch vorbereiten und regulatorische Anforderungen erfüllen
Erfahren Sie, welche Unternehmen betroffen sind, welche Daten künftig relevant werden und wie Sie sich frühzeitig vorbereiten können.
Steigen Sie tiefer in unsere Fokusthemen Digitaler Produktpass und Circular Design ein.

Produktdaten strategisch vorbereiten und regulatorische Anforderungen erfüllen
Erfahren Sie, welche Unternehmen betroffen sind, welche Daten künftig relevant werden und wie Sie sich frühzeitig vorbereiten können.

Grundlagen verstehen und Orientierung gewinnen
Erfahren Sie, was Circular Design ausmacht, warum der Ansatz an Bedeutung gewinnt und welche Fragen für Unternehmen relevant sind.
Nachhaltigkeit ist auch eine Compliance-Frage, aber nicht nur. Wer sie zusätzlich als Business Case betrachtet, erkennt Potenziale für Innovation, Effizienz, Risikoreduktion und neue Marktchancen. Für Startups und KMU kann sie ein strategischer Hebel sein, um Innovationen anzustoßen, Prozesse effizienter zu gestalten, Risiken zu reduzieren und neue Marktchancen zu erschließen. Gerade in Verbindung mit Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Green Tech entstehen konkrete Ansatzpunkte für neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle.
Die EU richtet den Rechtsrahmen für Produkte, Verpackungen und Verbraucherinformationen zunehmend auf Nachhaltigkeit aus. Ziel ist es, Produkte langlebiger, reparierbarer, ressourcenschonender und transparenter zu machen. Viele Vorgaben wirken zunächst wie zusätzliche Pflichten. Gleichzeitig geben sie Unternehmen Orientierung, welche Anforderungen künftig an Produkte, Geschäftsmodelle und Marktstandards gestellt werden.
| Ökodesign-Verordnung (ESPR) | Recht auf Reparatur | EU-Verpackungsverordnung (PPWR) | Empowering Consumers for the Green Transition (EmpCo) |
|---|---|---|---|
| Die Ökodesign-Verordnung (ESPR) bildet den künftigen Rechtsrahmen für nachhaltige Produkte in der EU. Je nach Produktgruppe können künftig Anforderungen an Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Demontierbarkeit, Rezyklatanteile, Energie- und Ressourceneffizienz sowie Informationspflichten – etwa über den Digitalen Produktpass – gelten. Mit dem ersten Arbeitsplan der Europäischen Kommission wurde festgelegt, für welche Produktgruppen diese Anforderungen schrittweise konkretisiert werden. Für Unternehmen lohnt es sich deshalb, Nachhaltigkeitsaspekte bereits heute in Produktentwicklung und Design einzubeziehen. | Mit dem Recht auf Reparatur stärkt die EU die Reparierbarkeit langlebiger Produkte. Hersteller und Händler müssen Reparaturen künftig stärker unterstützen – beispielsweise durch einen besseren Zugang zu Ersatzteilen, Reparaturinformationen und Serviceangeboten. Unternehmen sollten deshalb prüfen, ob Produkte, Ersatzteilversorgung und Servicekonzepte den steigenden Anforderungen an Reparierbarkeit gerecht werden. | Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) verfolgt das Ziel, Verpackungen zu vermeiden, Wiederverwendung zu stärken und recyclinggerechtes Design zum Standard zu machen. Für Unternehmen bedeutet das unter anderem, Verpackungen auf das notwendige Maß zu reduzieren, Materialien recyclingfähig auszuwählen und Mehrweg- oder Rücknahmelösungen frühzeitig mitzudenken. | Die Richtlinie Empowering Consumers for the Green Transition (EmpCo) soll Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor irreführenden Umweltaussagen schützen. Unternehmen sollten deshalb ihre Produktkommunikation kritisch prüfen. Allgemeine Aussagen wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „grün“ sind künftig nur noch zulässig, wenn sie nachvollziehbar belegt werden können. Auch Umweltlabel und Klimaneutralitätsaussagen unterliegen strengeren Anforderungen. |
Die Vorgaben sollten nicht isoliert betrachtet werden. Viele Anforderungen greifen ineinander: Produktdesign, Verpackung, Reparierbarkeit, Datenverfügbarkeit und Umweltkommunikation hängen künftig stärker zusammen. Gleichzeitig treten viele Vorgaben schrittweise in Kraft oder werden nach und nach konkretisiert. Wer nur einzelne Pflichten prüft, übersieht schnell Wechselwirkungen und strategische Chancen.
Informieren Sie sich über die Green-Claims-Richtlinie, das Recht auf Reparatur und ihre Bedeutung für Unternehmen.
Neue EU-Vorgaben zum Recht auf Reparatur bringen zusätzliche Pflichten für Hersteller, Händler und Importeure. Der Beitrag zeigt, welche Unternehmen und Produktgruppen nach dem Rechtsstand im Juli 2026 betroffen sind, welche Anforderungen auf sie zukommen und warum sich eine frühzeitige Prüfung lohnt.


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Entdecken Sie unsere Netzwerke und Arbeitskreise.
Mehr erfahrenNachhaltigkeit wird unternehmerisch besonders spannend, wenn sie nicht nur Produkte verbessert, sondern auch Erlösmodelle, Kundenbeziehungen und Wertschöpfung verändert. Viele zirkuläre Geschäftsmodelle setzen genau dort an: Produkte bleiben länger im Einsatz, Materialien werden besser genutzt und Anbieter bleiben über den Verkauf hinaus mit ihren Kundinnen und Kunden verbunden.
Solche Modelle eignen sich nicht für jedes Unternehmen gleichermaßen. Sie können aber ein guter Ausgangspunkt sein, um bestehende Angebote weiterzuentwickeln, neue Services zu testen oder Ressourcen effizienter zu nutzen.

Kundinnen und Kunden kaufen nicht das Produkt, sondern seine Nutzung, Leistung oder Verfügbarkeit. Wartung, Reparatur und Rücknahme bleiben beim Anbieter. Das schafft wiederkehrende Umsätze und erleichtert zirkuläre Produktgestaltung.

Abgerechnet wird nach tatsächlicher Nutzung statt nach Besitz. Das kann Einstiegshürden senken und ist etwa bei Maschinen, Mobilitätsangeboten oder digitalen Infrastrukturen relevant.

Mehrere Nutzerinnen und Nutzer teilen sich Produkte, Flächen oder Infrastrukturen. Das erhöht die Auslastung und kann neue Plattform- oder Vermittlungsmodelle ermöglichen.

Umsätze entstehen nicht nur beim Verkauf, sondern auch durch Wartung, Reparatur, Ersatzteile oder Upgrades. Gerade für KMU kann das stabile Kundenbeziehungen und zusätzliche Serviceerlöse schaffen.

Produkte oder Komponenten werden zurückgenommen, geprüft, aufgearbeitet und erneut vermarktet. So lassen sich Materialwerte erhalten und zusätzliche Marktsegmente erschließen.

Produkte oder Komponenten erhalten nach der Erstnutzung einen neuen Einsatzbereich. Relevant ist das zum Beispiel bei Elektronik, Batterien oder industriellen Komponenten.
Nachhaltigkeit ist damit eine strategische Führungsaufgabe. Sie betrifft Produktentwicklung, Einkauf, Vertrieb, Kommunikation, Daten und Geschäftsmodell zugleich und sollte deshalb nicht allein im Nachhaltigkeitsmanagement oder Marketing verortet werden.
Nachhaltigkeit ist mehr als eine einzelne Maßnahme oder regulatorische Aufgabe. Strategisch angegangen, kann sie Impulse für Innovation, effizientere Prozesse und zukunftsfähige Geschäftsmodelle geben, besonders wenn Produkte, Kommunikation, Daten und Wertschöpfung gemeinsam betrachtet werden.
1. Relevanz prüfen
Welche Produkte, Verpackungen, Umweltclaims oder Lieferketten sind betroffen? So wird sichtbar, wo Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen besonders relevant ist.
2. Innovationspotenziale identifizieren
Wo lassen sich Materialeinsatz, Energieverbrauch, Reparierbarkeit oder Serviceangebote neu denken? Genau dort entstehen oft Ansätze für neue Produkte, Prozesse oder Geschäftsmodelle.
3. Datenbasis verbessern
Wie gut sind Ihre Produktdaten strukturiert? Verlässliche Produktdaten, Lieferkettentransparenz und klare interne Datenflüsse schaffen die Grundlage für digitale Lösungen und kommende Anforderungen.
4. Förder- und Kooperationspartner finden
Welche Förderprogramme, Pilotpartner oder Netzwerke passen zu Ihrem Vorhaben? Die richtigen Partner helfen, Ideen schneller zu testen, weiterzuentwickeln und umzusetzen.
Sie möchten ein Nachhaltigkeits- oder Green-Tech-Vorhaben einordnen, Fördermöglichkeiten prüfen oder passende Partner finden? Wir unterstützen Sie kostenfrei und neutral bei den nächsten Schritten.

Velina Schmitz
Innovationsberaterin
Darmstadt
Telefon: 06151 871-1270
Velina.schmitz@darmstadt.ihk.de

Katherin Bonanno-Duran
Innovationsberaterin
Frankfurt am Main | Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern
Telefon: 069 2197-1270
K.Bonanno-Duran@frankfurt-main.ihk.de


