3. Wiesbadener Innovationsforum zeigt den Weg in die KI-Umsetzung
KI-Einsatz End-to-End denken
Während 57 % der Großunternehmen KI nutzen, sind es nur 25 % der kleinen und mittleren Unternehmen. Mit diesem Vergleich machte Paul Herwarth von Bittenfeld, Vizepräsident der IHK Wiesbaden und Prokurist der Seibert Group, gleich zu Beginn deutlich, um was es heute beim KI-Einsatz geht: Ein echter Mehrwert entsteht erst, wenn Unternehmen KI End-to-End denken.
"Wenn wir KI auf einen einzigen Schritt eines sequenziellen Prozesses anwenden – zum Beispiel die Textgenerierung im Marketing, die heute mit 52 % die Anwendungen dominiert – erzielen Firmen dort zwar lokale Zeitvorteile. Aber die verbleibenden analogen Schritte, manuelle Freigabeschleifen oder juristische Prüfungen absorbieren den gewonnenen Zeitvorteil oft vollständig."

Von Bittenfeld unterstrich in seinem Impuls die großen Potenziale von KI im Mittelstand – gerade angesichts des demografischen Wandels und des sich verschärfenden Fachkräftemangels.
Erfolgreiche KI-Projekte im Mittelstand zeigen messbare Effekte:
- Fehlerreduktion in Prozessen um 34 % bis 58 %.
- Produktivitätssteigerungen von 22 % bis 41 %.
- Kosteneinsparungen im Kundenservice um bis zu 35 %.
KI ist das mächtigste Werkzeug, das wir je hatten, um Prozesse zu beschleunigen und wertvolles Wissen zu erschließen.
— Paul Herwarth von Bittenfeld, Vizepräsident IHK Wiesbaden, Seibert Group
Generative KI mit Unternehmensdaten verknüpfen
So lange wie generative KI noch nicht mit den Daten eines Unternehmens arbeiten kann, bleiben die Chancen ungenutzt. Das war die klare Erkenntnis der Keynote von Dr. Sara Jourdan, Gründerin und CEO des Darmstädter KI-Unternehmens Genow.AI. Unter dem Titel "Generative KI im Unternehmen: Wie Sprachmodelle Wissen, Prozesse und Entscheidungen verändern“, zeigte Sie ganz konkret, wie diese Sprachmodelle funktionieren und welche Anwendungen bereits heute möglich sind.

Warum wird generative KI für Unternehmen immer wichtiger?
- Wissen kann schneller gefunden und genutzt werden.
- Mitarbeitende werden bei Routineaufgaben entlastet.
- Entscheidungen lassen sich fundierter vorbereiten.
- Prozesse können effizienter gestaltet werden.
- Neue Produkte und Dienstleistungen werden schneller entwickelt.
Generative KI entwickle sich zunehmend vom Hype-Thema zum Produktivitätswerkzeug für Unternehmen, so ihre zentrale Botschaft. Anhand konkreter Beispiele zeigte sie, wie Unternehmen ihre internen Daten nutzen können, um Wissen zugänglicher zu machen, Mitarbeitende zu unterstützen und Entscheidungen fundierter zu treffen. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Unternehmensdaten sowie ein klares Verständnis der Technologie entscheidende Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von KI sind.
Impressionen

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Quellen
- Fotos: Josh Schlasius / IHK Wiesbaden








