Davos: WEF sieht Klimawandel als größtes Risiko

Im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del hat das Welt­wirt­schafts­fo­rum (WEF) in einem flam­men­den Appell eine sofor­tige Zusam­men­ar­beit von Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft gefor­dert. Ange­sichts von geo­po­li­ti­schen Tur­bu­len­zen und Abschot­tung sei Koope­ra­tion der ein­zige Weg, all­ge­mei­nen Gefah­ren ent­schlos­sen ent­ge­gen­zu­tre­ten.

Die drän­gends­ten Her­aus­for­de­run­gen seien die Kli­ma­krise, der Ver­lust der bio­lo­gi­schen Viel­falt und ein rekord­ver­däch­ti­ger Arten­rück­gang, stellte das WEF knapp eine Woche vor Beginn sei­nes Jah­res­tref­fens in Davos fest.
Kon­kret nennt WEF-Präsident Borge Brende den Han­dels­krieg zwi­schen den USA und China als Grund zur Sorge - gepaart mit zuneh­men­den Schul­den­las­ten und nied­ri­gem Wachs­tum vor allem der füh­ren­den Volks­wirt­schaf­ten (G20).

Kli­ma­ri­si­ken rücken in den Vor­der­grund

Erst­mals in sei­ner Geschichte macht der Bericht, den das WEF zusam­men mit der Ver­si­che­rung Zurich und dem Risi­ko­be­ra­ter Marsh & McLennan erstellt, fünf Kli­ma­the­men als größte Risi­ken für die Erde aus. Auf dem ers­ten Rang ste­hen - wie schon in den Vor­jah­ren - extreme Wet­te­rer­eig­nisse wie Flu­ten und Stürme.
Danach fol­gen: Schei­tern des Kli­ma­schut­zes und der Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del, Natur­ka­ta­stro­phen wie Vul­kan­aus­brü­che und Erd­be­ben, schwer­wie­gen­der Ver­lust an Bio­di­ver­si­tät und Kol­laps des Öko­sys­tems sowie men­schen­ge­machte Umwelt­schä­den und -kata­stro­phen.

Men­schen sind dafür ver­ant­wort­lich

Men­schen seien welt­weit für den Ver­lust von 83 Pro­zent aller Säu­ge­tiere sowie der Hälfte der Pflan­zen ver­ant­wort­lich, heißt es in dem Bericht. Die sin­kende Viel­falt beein­träch­tige Gesund­heit sowie Ernäh­rung und habe nach­hal­tige Fol­gen für das Klima. «Bio­lo­gi­sch viel­fäl­tige Öko­sys­teme bin­den große Men­gen Koh­len­stoff», sagte Zurich-Risiko-Chef Peter Giger.

Quelle

Ist der Kli­ma­wan­del als Thema in der Wirt­schaft ange­kom­men?

Davon kann man aus­ge­hen, da der welt­größte Ver­mö­gens­ver­wal­ter Black­Rock jetzt ange­kün­digt hat, teil­weise aus der Kohle aus­stei­gen zu wol­len. Der Riese ver­wal­tet Kun­den­gel­der in Höhe von unge­fähr 7 Bil­lio­nen Dol­lar welt­weit. Black­Rock Vor­stands­chef Larry Fink hatte jüngst gewarnt, Klima- und Ener­gie­fra­gen wür­den zum über­ra­gen­den Thema wer­den.

Quelle: FAZ vom 17.1.2020