Brexit Ltd.

Für die fast 8.200 deut­schen Unter­neh­men in der Rechts­form einer bri­ti­schen Ltd. (Limi­ted) könnte der Brexit finan­zi­elle Fol­gen haben. Nach Auf­fas­sung eini­ger Rechts­pro­fes­so­ren könn­ten sie im schlimms­ten Fall den Rechts­sta­tus einer Offe­nen Han­dels­ge­sell­schaft (OHG) oder einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts (GbR) bekom­men, was zur Folge hätte, das die Gesell­schaf­ter mit ihrem Pri­vat­ver­mö­gen haf­ten müss­ten. Für Hans-Jürgen Hell­wig, Hono­rar­pro­fes­sor an der Juris­ti­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg „ein Hor­ror­sze­na­rio“. Ulrich Wes­sels, Vize­prä­si­dent der Bun­des­rechts­an­walts­kam­mer, urteilt: „Unter­neh­men mit die­ser Rechts­form wür­den sich einem gro­ßen Risiko aus­set­zen“, das nur durch eine Umwand­lung in eine deut­sche Rechts­form (z.B. GmbH oder UG) ver­mie­den wer­den kann. Die Umwand­lung ist aller­dings mit Kos­ten ver­bun­den.