Ge­werb­li­che Schutz­rechte


Was sind ge­werb­li­che Schutz­rechte?

Ein ge­werb­li­ches Schutz­recht ge­stat­tet dem In­ha­ber das Recht, an­dere Per­so­nen oder Un­ter­neh­men von der ge­werb­li­chen Nut­zung der Idee oder der Er­fin­dung aus­zu­schlie­ßen. Dies hat zur Folge, dass der Rech­te­inha­ber die Nut­zung sei­ner Idee oder Er­fin­dung ge­gen­über Drit­ten un­ter­sa­gen darf und da­mit ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil ge­gen­über Kon­kur­ren­ten schafft.

Das Deut­sche Patent-und Mar­ken­amt (DPMA) er­teilt fol­gende ge­werb­li­che Schutz­rechte:

  • Pa­tente, zum Schutz von tech­ni­schen Er­fin­dun­gen, ma­xi­mal 20 Jahre
  • Ge­brauchs­mus­ter, zum Schutz von tech­ni­schen Er­fin­dun­gen, ma­xi­mal 10 Jahre
  • Mar­ken, zum Schutz von Na­men, un­be­grenzt ver­län­ger­bar
  • De­sign­schutz, zum Schutz der Er­schei­nungs­form ei­nes Pro­duk­tes, ma­xi­mal 25 Jahre
  • To­po­gra­fie­schutz­rechte, zum Schutz drei­di­men­sio­na­ler Struk­tu­ren mi­kro­elek­tro­ni­scher Halb­lei­ter­er­zeug­nisse, ma­xi­mal 10 Jahre

Pa­tente si­chern Wett­be­werbs­vor­teile!

Das Pa­tent ist das stärkste ge­werb­li­che Schutz­recht in Deutsch­land und ver­schafft dem In­ha­ber ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil und folg­lich auch ei­nen wirt­schaft­li­chen Er­folg. Der Weg zum Pa­tent be­darf je­doch ei­ner gu­ten Pla­nung.

Das Ge­brauchs­mus­ter bie­tet ei­nen schnel­len und preis­wer­ten Schutz!

Das Ge­brauchs­mus­ter bie­tet ei­nen schnel­len und preis­wer­ten Schutz für eine Idee oder eine Er­fin­dung mit tech­ni­schem Hin­ter­grund. Die Ein­tra­gung in das Re­gis­ter dau­ert nur we­nige Mo­nate und es ge­währt dem In­ha­ber die sel­ben Be­fug­nisse wie ein Pa­tent. Sie kön­nen je­dem an­de­ren die Her­stel­lung, die Be­nut­zung oder das In­ver­kehr­brin­gen un­ter­sa­gen.

Nichts­des­to­trotz be­stehen ei­nige wich­tige Un­ter­schiede zum Pa­tent. Das Ge­brauchs­mus­ter ist ein un­ge­prüf­tes Schutz­recht. Das be­deu­tet, dass beim Ein­tra­gungs­ver­fah­ren we­der die Neu­heit, die er­fin­de­ri­sche Tä­tig­keit noch die ge­werb­li­che An­wend­bar­keit über­prüft wer­den. Im Ge­gen­satz zum Pa­tent be­trägt die ma­xi­male Lauf­zeit für ein Ge­brauchs­mus­ter nur 10 Jahre an­statt 20 Jahre.

Wei­tere In­for­ma­tio­nen zur An­mel­dung und den an­fal­len­den Kos­ten fin­den sie beim Deut­schen Patent- und Mar­ken­amt (DPMA).

Mar­ken be­ein­flus­sen die Kauf­ent­schei­dun­gen Ih­rer Kun­den!

Aus ei­nem un­be­kann­ten Pro­dukt ent­steht durch eine Marke ein ein­zig­ar­ti­ges Mar­ken­pro­dukt, wel­ches Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen ei­nes Un­ter­neh­mens cha­rak­te­ri­siert. Nach §3 Abs. 1 des Mar­ken­ge­set­zes be­schreibt die De­fi­ni­tion von „Marke“ alle Zei­chen, ins­be­son­dere Wör­ter ein­schließ­lich Per­so­nen­na­men, Ab­bil­dun­gen, Buch­sta­ben, Zah­len, Hör­zei­chen, 3-D Ge­stal­tun­gen ein­schließ­lich der Form ei­ner Ware so­wie sons­tige Auf­ma­chun­gen ein­schließ­lich Far­ben und Farb­zu­sam­men­stel­lun­gen.

Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen wer­den für die Ein­tra­gung von Mar­ken nach in­ter­na­tio­na­len Richt­li­nien klas­si­fi­ziert (Nizza-Klassifikation). Dar­aus folgt, dass Mar­ken nicht pau­schal ein­ge­tra­gen wer­den kön­nen, son­dern durch den An­trag­stel­ler muss ge­nau auf­ge­lis­tet wer­den wel­che Wa­ren und Dienst­leis­tun­gen ge­schützt wer­den sol­len. Die­ses Waren- und Dienst­leis­tungs­ver­zeich­nis spielt eine ele­men­tare Rolle bei der Mar­ken­an­mel­dung.

Nach der Ein­rei­chung und Prü­fung durch das DPMA wird die Marke ein­ge­tra­gen und sie er­hal­ten die Ein­trags­ur­kunde. In­for­ma­tio­nen zu den an­fal­len­den Kos­ten er­hal­ten Sie beim DPMA.

Der De­sign­schutz dient als Schutz­recht für die Er­schei­nungs­form ei­nes Pro­duk­tes!

Pro­dukte, die ein mo­der­nes und funk­tio­na­les De­sign ge­gen­über Kon­kur­renz­pro­duk­ten auf­wei­sen, be­sit­zen ei­nen ent­schei­den­den wirt­schaft­li­chen Vor­teil. Der De­sign­schutz dient als pas­sen­des Schutz­recht für ein in­di­vi­du­ell ent­wi­ckel­tes De­sign. Er schützt so­wohl die Farb- als auch die Form­ge­bung von Ih­ren Pro­duk­ten. Ge­nau wie das Ge­brauchs­mus­ter zählt der De­sign­schutz zu den un­ge­prüf­ten Schutz­rech­ten.

Die An­mel­dung des De­sign­schut­zes er­folgt beim DPMA.